Wie alles begann

Benny Stutz kenne ich seit vielen Jahren, einerseits als erfolgreichen Unternehmer aber auch als Freund, auf den man sich verlassen kann, wenn es einem nicht gut geht. Mit ihm konnte man «Pferde stehlen», um dann hinterher herzlich zu lachen. Wir verlebten viele fröhliche und lustige Momente! Das Leben bringt nicht nur Sonnenschein, und als Benny Stutz einen mühseligen Entzug durchlebte, durfte ich ihn begleiten. 

Diese prägende Erfahrung und viele erkenntnisreiche Gespräche liessen ihn reifen und zurück blieb ein verwandelter Mensch, der sich unentwegt mit dem Gedanken trug, wie man das Leben von «gestrandeten» Menschen verbessern könnte. Jedoch erst über die schmerzliche Erfahrung, als Leidensgenossen, mit denen er den Entzug und die Genesungsphase durchlebt hatte, nicht stabil blieben und sie erneut von der Sucht eingeholt wurden, gewann er seine alte Entschlossenheit zurück. Er überraschte mich kurz darauf mit einem gut durchdachten Konzept, mit welchem er noch einen weiteren Stifter überzeugte, und ohne zu zögern beschlossen wir die Gründung der Stiftung Gärtnerhaus, nachdem er sogar schon ein geeignetes Anwesen für die Wohngemeinschaft gefunden hatte.

Der verwilderte Garten liess damals nur ahnen, dass daraus mit viel Eigenarbeit etwas Schönes gestaltet werden konnte. Voller Tatendrang fand er innert kurzer Zeit die damaligen, sich gut ergänzenden Stiftungsräte und kurz nach der Gründung im Jahre 1997 konnten die ersten Personen Einzug halten. Der Boden war gelegt für eine familiäre und auf Vertrauen aufgebaute Wohngemeinschaft. Sein Leben, vor allem seine schwierigste Zeit, hat Benny Stutz das Rüstzeug gegeben, welches er heute Tag und Nacht mit unvermindertem Tatendrang für hilfsbedürftige Menschen einsetzt.

Katharina Heyer, Präsidentin Stiftungsrat

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